Geschichte 1959

Sonntag 25. Januar 1959: Patronatstag

Gestartet wurde mit Festgottesdienst und „gemeinschaftlicher hl. Kommunion der Schützenbrüder“.

Dem folgte das Frühstück und die Generalversammlung. Der 1. Vorsitzende Willy Schoepkens begrüßte u.a. Pfarrer Lingnau und Ehrenvorsitzenden Johannes Ackermanns. Es folgen Jahres- und Kassenbericht. Als Kassenprüfer wurden Hubert Koelen und Albert Kleinmanns gewählt, die auch sofort ihrer Aufgabe nachkamen. Der Kassierer Willi Winkels hatte ordentlich gearbeitet.

Ein Rückblick gab es auf des erfolgreiche Schützenfest, und dazu reichlich Dankesworte. „Seine [1. Vorsitzender] besondere Achtung gebührte … den Jungschützen unter dem Kommando von Oberst Martin Gielen für das disziplinierte Verhalten während der Festtage.“

Dann gab es Vorstandswahlen unter Versammlungsleiter Hermann Lemmen.  Wieder gewählt wurden schnell:
I. Vorsitzender Willy Schoepkens
II. Vorsitzender Hans Keinmanns
I. Schriftführer Jakob Kleinmanns
II. Schriftführer Matthias Theiss
I. Kassierer Willi Winkels
II. Kassierr August Bonge.
„Als Brudermeister blieben die Schützenbrüder Anton Ibes, Matthias Theiss und Hubert Koelen weiter in ihrem Amt.“ Für den Fahnenoffizier Jakob Koelen, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war, wurde Hans Bloemers als Nachfolger bestimmt. Auch ersetzt wurde der Major. Für den beruflich angespannten Paul Büns kam Matthias Dammer.

Seitens des Vorsitzenden wurde vorgeschlagen, den monatlichen Beitrag auf 1 DM zu erhöhen. Auf Vorschlag von Heinz Schöpkens wurden 0,50 DM beschlossen. Matthias Kleinmanns berichtete über die finanzielle Situation der Erzbruderschaft Köln. Und er bat um einen erhöhten Beitrag für die Zeitschrift „Der Schützenbruder“.

Dann kam die Matthias-Schmetter-Gedenkmedaille zur Sprache, deren Entwurf beim Einkehr- und Delegiertentag in Nieukerk vorgestellt werden soll. Schmetter aus Issum war Gründer des ehem. Kreisbundes der historischen Bruderschaften im Kreis Geldern. In einer Hutsammlung wurden 35 DM aufgebracht.

Anschließend berichtete Matthias Kleinmanns ausführlich über das Jubiläumsschützenfest und überreichte eine ausführliche Informationsmappe an den Vorsitzenden. Er erhielt ausführlichen Beifall. Im Auftrag des Schützenkönigs Werner I. gab es eine Bier-Runde.

Nach einigen Worten des Präses endete die Versammlung um 11:40 Uhr.

Abends gab es wieder die obligatorische Veranstaltung im Saale Wiegels-Thören, die sehr gut besucht war. Es war eigentlich wieder eine Karnevalsveranstaltung.

Montag, 26. Januar 1959: Frühschoppen

Nach der Messe für die Verstorbenen „trafen sich einige wenige Schützenbrüder im Vereinslokal zum Frühschoppen. Hier wurde ein alter Brauch aus früheren Jahrzehnten wieder ins Leben gerufen. Durch die vielen Stiftungen von Freunden und Gönnern war es möglich, den gesamten Verzehr gratis zu gestalten. Auch wurde der alte Brauch wieder aufgenommen, die Zusammenkunft solange auszudehnen, bis die Kerze erloschen war. Wie man hörte, sollen einige Schützenbrüder nur schlecht den Heimweg gefunden haben.“

Weitere Veranstaltungen:

  • Einkehr- und Delegiertentag in Nieukerk, mit wenigen Mitgliedern, im März
  • Generalversammlung in Köln mit Willy Schöpkens, Matthias Theiss, Matthias Kleinmanns und Heinz Schöpkens.
  • Königinnentag in Raesfeld in Westfalen, mit einer Abordnung und dem Königspaar. Gesponsert durch Hans Georges und Hubert Holla.
  • Grosse Wallfahrt nach Trier, vorbereitet durch Matthias Kleinmanns. Hauptsächlich jüngere Schützenbrüder, der 1. Vorsitzende war mit der Eisenbahn vorgefahren. Die Wallfahrt fand zusammen mit Teilnehmern aus Wachtendonk, Issum und Rheurdt statt. Abends gab es die Verehrung des hl. Rock. Die Prozession dahin fand mit weit über 500 Schützenbrüdern statt.
  • 500-jähriges Jubelfest der hl. Antonius-Bruderschaft Rahm aus Anlass der Herbstkirmes. „Die Bruderschaft hatte selbst keine Veranstaltung, jedoch waren die Schützenbrüder zu dem von der Vereinswirtin Frau van Vorst veranstalteten Schützenball fast restlos erschienen.“
  • Die Bruderschaft stellte zum ersten Mal den Dekanatskönig, Werner Piepers. Er nahm am Bundesschützenfest im Oktober in Euskirchen statt und wurde von einer stattlichen Anzahl Schützenbrüder begleitet. Es war wohl ein sehr großes Fest. „Es wäre wünschenswert, dass auch in ferneren eiten sind ie Bruderschaft entschliessen könnte, an diesen überörtlichen Veranstaltungen teilzunehmen.“

Das Christkönigsfest der Pfarrbruderschaften begann mit Messe und ging mit kleinem Frühstück weiter. Nachmittags gab es in Hartefeld das Dekanats-Jungschiessen. „Erstmals stellte auch unsere Bruderschaft eine Mannschaft, welche sich aus den Jungschützen Franz-Josef Mathes, Hermann-Josef Hoever, Werner Hoever, Hans Winkels, Paul-Heinz Roosen, Norbert Kouker und Jans Jakob Lamers zusammenstellte. Der Schtzbr. F.J. Mathes errang die goldene Schießnadel, Schtzbr. H.J. Hoever die silberne Schiessnadel und die Mannschaft den II. Platz im Kleinkaliber-Mannschaftsschiessen.“

Im Advent gab es ein Preisschießen mit reger Beteiligung. 1. Preis Hans Winkels, 2. Peter Keltjens, 3. Math. Kleinmanns, 4. Norbert Kouker, 5. Hermann Lemmen, 6. Albert Kleinmanns.

Im Laufe des Jahres fanden vier Vorstands- und Offiziers-Besprechnungen statt. Weiter nahm die Bruderschaft an allen besonderen kirchl. Feierlichkeiten sowie an den üblichen weltl. Veranstaltungen teil.

 

Quelle: Protokollbuch der Bruderschaft von 1955 – 1968.
Zusammengefasst durch Ulrich Neffe.

Geschichte 1958

Sonntag, 26. Januar 1958: Patronatsfest

Zunächst gab es wieder den obligatorischen „Gottesdienst“ (Hochamt) mit Festpredigt und gemeinsamer hl. Kommunion. Danach wird von zahlreichen Teilnehmern am Patronatsfest geschrieben.

Sitzungsort war das Vereinslokal van Vorst. Die JHV begann mit dem Frühstück. Der 1. Vorsitzende Willy Schöpkens begrüßte die erschienenen Schützenbrüder, insbesondere den Präses Pfarrer Lingnau sowie den Ehrenvorsitzenden Johannes Ackermanns. Dem verstorbenen Schützenbruder Willy Kempkes wurde gedacht. Es gab Jahresbericht und Kassenbericht durch Schriftführer und Kassierer. Beiden wurde zugestimmt. Als Kassenprüfer wurden Heinz Kleinmanns und Josef Titulaer gewählt und erteilten nach Kassenprüfung dem Kassierer Entlastung.

Unter Vorstandswahlen wurde zunächst beschlossen, die Wahlen alle 3 Jahre durchzuführen.

Nächster Punkt war die Vertretung des Königs bei Verhinderung durch einen Ersatzmann bzw. Kettenträger. Dieser Punkt wurde auf die Zeit nach dem nächsten Schützenfest vertagt.

Dann stand das Jubiläumsschützenfest im Mittelpunkt. Anfang März sollte eine öffentliche Versammlung mit Einladung an die Gemeinde stattfinden. Das  sollte möglichst weite Kreise interessieren. Der Festausschuss sollte mit den Vorarbeiten beginnen.

Begrüßt wurde nun der Dekanats-Bundesmeister Heinrich Sommer aus Nieukerk. Er hielt eine Vortrag zur Geschichte der Bruderschaft. Im folgenden Delegiertentag in Nieukerk sollte das Aldekerker Jubiläum im Mittelpunkt stehen.

Am Abend fand das Familienfest in Form eines bunten Karnevalstreibens statt. Das heißt: Büttenreden, Stimmung, Tanz.

Hier endet die Protokollierung für das Jahr 1958. Die folgenden 9 Seiten des Protokollbuches sind leer.

Allerdings gibt es verschiedene Unterlagen zum Schützenfest. Auch das Festbuch ist sehr aussagestark.

Schützenkönig war Werner Piepers, die Königin seine Frau Agnes. Minister Karl Horten nahm Margret Mevissen als Hofdame, spätere Ehefrau. Minister Karl-Heinz Kleinmanns wählte Betty Kellings.

Samstag, 6. September 1958: Historisches Maienfahren
Sonntag, 7. September 1958:

  • Kirchgang der drei Bruderschaften der Gemeinde
  • Jubilarehrung im Festzelt
  • Frühschoppen mit Tanz
  • Empfang der auswärtigen Bruderschaften, Dekanatsbruderschaften Geldern und Bruderschaften der Festung Wachtendonk und des alten Kirchspiels Aldekerk
  • Festzug
  • Festliche Veranstaltung auf dem neuen Schulhof mit Empfang des Herzogs von Geldern, anschl. Fahnenschwenken
  • Festumzug zum Festzelt
  • Schützenball

Montag, 8. September 1958:

  • Frühschoppen unter Mitwirkung des Gesangvereines „Deutscher Liederkranz“ und des Trommlerkorps Aldekerk
  • Abholen des Jubelkönigs und weiterer Personen
  • Antreten der geselligen Vereine
  • Vorbeimarsch
  • Festball aus Anlaß des „Tag der Heimat“

Dienstag, 9. September 1958:

  • Antreten der Bruderschaft zum Abholen des Königspaares mit Gefolge
  • Schützenzug
  • Parade, anschließend im Festzelt großer Königsgala-Ball

Quelle: Protokollbuch der Bruderschaft von 1955 – 1968.

Zusammengefasst durch Ulrich Neffe.

Geschichte 1957

Mittwoch, 2. Januar 1957: Vorstandssitzung

im Lokal Wiegels-Thoeren, Schulstraße. Patronatsfest und Familienabend wurden besprochen.

Sonntag, 20. Januar 1957: Patronatsfest

Es ist ein Fest mit guter Beteiligung bei der Messe.  Erstmals wird „van Hall“ als Leiter und Organisator genannt. Offiziere, König und Miister waren in voller Galaunifioorm erschienen.

Anschließend erfolgte im „Bruderschaftsheim van Vorst“ das gemeinsame Frühstück mit Generalversammlung. Neben Jahresbericht uns Kassenbericht standen Gedenken an den verstorbenen Generalpräses Dr. Louis und das Mitglied Gerhard Gerritzen an. Der Präses Pfarrer Lingnau berichtete „von der durch Kardinal Frings erfolgten Ernennung des Hochw. Herrn Pfarrkurat Karl Lambertz aus Bad Sooden-Allendorf/Werra zum Geistlichen Generalpräses des Zentralverbandes der historischen Deutschen Bruderschaften.“

Dann gab es den ersten Vorausblick auf das große Schützenfest 1958. Der Festausschuss wurde gewählt mit dem 1. Vorsitzenden Willy Schöpkens, Ehrenmitglied Matthias Kleinmanns sowie Anton Ibes, Gerhard van Treeck, Jakob Olislagers und Heinz Spellmanns. Die Versammlung endete um 11:40 Uhr.

Am gleichen Abend fand der traditionelle Schützenball im Saale Wiegels-Thoeren mit gutem Besuch statt. „Der Elferrat mit WErner Piepers an der Spitze hatte für ein reichhaltiges Programm Sorge getragen, während Gerdi Wagner als ansager auch diesmal die Narren u. Närrinnen im wieder zum frohen Lachen und Freude veranlasste.“

Ohne Datum im März: Vorstandssitzung

Es sollen keine auswärtigen Veranstaltungen besucht werden, um die Kasse zu schonen. Außerdem soll das Jubelfest des kommenden Jahres in Ruhe vorbereitet werden.

Sonntag, 25. august 1957: 300-Jahrfeier der St. Thomas-Junggesellen-Bruderschaft Stenden

Es nahmen König und Minister, Offiziersstab und Vostand teil.

Ohne Datum im September 1957 (vermutlich Dienstag, 03.09.): Schützenball anlässlich der Herbstkirmes

Im Vereinslokal van Vorst, Abholung sr. Majestät Paul I. Trunk und Tanz

Sonntag, 27. Oktober 1957: Christkönigsfest

Morgens um 8:45 Uhr gab es ein Festhochamt für die Pfarrbruderschaften, Abends um 19:30 Uhr eine Festandacht. Anschließend gab es ein gemütliches Beisammensein.

Sonntag, 17. November 1957: Preisschießen für die Mitglieder

Es gab recht beachtliche Ergebnisse. „Es wurde angeregt, sich für die Werbung der Jungschützenmehr einzusetzen, damit auch auf Dekanatsebene mit einer kompletten Mannschaft mitgemacht werden kann.“

Die Bruderschaft nahm im Jahre 1957 an folgenden kirchlichen Festen teil:

  • Kinder-Erstkommunion
  • Fronleichnam
  • St. Peter u. Paul
  • Prozession nach Kevelaer
  • Christkönigsfest
  • Schlussfeier des 40-jährigen Gebets

Weltliche Veranstaltungen

  • Generalversammlung – Familienfeier
  • 300-Jahrfeier, St. Thomas-Junggesellen-Bruderschaft Stenden
  • Schützenball – Herbstkirmes
  • Christkönigsfest – Familienfeier
  • Preisschießen
  • Volkstrauertag

Quelle: Protokollbuch der Bruderschaft von 1955 – 1968.

Zusammengefasst durch Ulrich Neffe.

Geschichte 1956

Samstag, 07. Januar 1956: Beerdigung des Ehrenmitgliedes Karl Ibes

Sonntag, 15. Januar 1956: Patronatsfest

Der Ablauf war wie immer: Heilige Messe, gemeinsames Frühstück und Generalversammlung. Eröffnet wurde durch den 2. Vorsitzenden Willy Schöpkens, der den Präses und den Ehrenvorsitzenden begrüßte. Es folgen Todesehrung für Karl Ibes, Geschäftsbericht und Kassenführung (incl. Kassenprüfung).

Zur Wahl des 1. Vorsitzenden ergriff zuerst der Präses Pfarer Lingnau das Wort. „… man möge das alte hinter sich lassen und vorwärts blicken. Der Geist des hl. Sebastianus müsse in der Bruderschaft weiterleben.“ In öffentlicher Abstimmung wurde Willy Schöpkens zum 1. Vorsitzenden gewählt. 2. vorsitzender wurde Hans Kleinmanns. Als Fahnenoffizier der Paulusbruderschaft wurden Jakob Tillmanns und Alfred Scholten gewählt. Brudermeister wurde Heinz Schöpkens.

Dann ging es um die Königin. Sie sollte im Regelfall aus der Pfarrgemeinde sein. Ausgenommen ist, wenn mindestens ein öffentliches Verlöbnis besteht.

Beitragsbeschluss: viertelj. 1 DM, davon jährlich pro Mitglied 2 DM für den nächsten König.

Jubilarehrung fand für 25-jährige Mitgliedschaft für Math. Theis und Willi Krahnen statt.

Dann wurde per Hut noch für die Anschaffung einer Plakette für den Dekanats-Bundeskönig  gesammelt: 23 DM.

Die Versammlung endete um 11:50 Uhr. Danach wurden durch Anton Ibes die Schützenbrüder zur Blutspende aufgefordert.

Sonntag, 22. Januar 1956: Familienabend im Vereinslokal

Es war wohl ein heiterer Abend. Man hatte einen Elferrat gebildet unter Präsidentschaft von Werner Piepers. Besonders wurden die humoristischen Vorträge von Martin Gielen und Martin Bonge hervorgehoben.

Mittwoch, 9. Mai 1956: Vorstandssitzung

Themen:

  • Dekanatskönigsschießen am 3.6.56 in Hartefeld
  • Teilnahme 500-Jahrfeier St. Antonius-Bruderschaft
  • Königinnensammlung für die neue St. Sebastianus-Kirche in Michelstadt
  • zukünftig regelmäßige Vorstandssitzungen

Sonntag, 15. April 56: Frühjahrsdelegiertentagung in Vernum

Erwähnenswert ist die Anschaffung eines Dekanatskönigssilbers.

Donnerstag, 1. Juni 1956: Fronleichnam

Nach der Prozession gab es eine Versammlung im Vereinslokal. Dort wurden den Schützenbrüdern Johannes Hufschmidt (1947), August Wischers (1950) und Hermann Ritgens (1952) der Bruderschaftskönigsorden überreicht.

Samstag, 3. Juni 1956: Dekanats-Bundes- und Königsschießen in Hartefeld

Teilgenommen hat der König Paul Büns, Dekanats-Schützenkönig wurde allerdings Willi Reuvers von der St. Hubertus-Bruderschaft Eyll.

Sonntag, 29. Juli 1956: 500-Jahrfeier der St. Antonius-Bruderschaft Geldern

Unter Begleitung des Aldekerker Trommlerchorps nahmen Vorstand und Offiziere bei schönem Wetter teil.

Sonntag, 03. September 1956: Fahnenweihfest der St. Hubertus-Bruderschaft Eyll

Für die Obereyller wurde anlässlich der Aldekerker Herbstkirmes eine neue Schwenkfahne eingeweiht. Es gab nach der Messeeinen Festakt im Saale Steckelbruck. Der Vorsitzende der St. Hubertus-Bruderschaft Johannes Küsters überreichte im Auftrag der drei Bruderschaften Aldekerk, Eyll und Rahm an Pfarrer Lingnau den Präsesorden des Zentralverbandes. „Von der Abhaltung eines Schützenfestes, bei dem Eyll an der Reihe war, hatte die Bruderschaft Abstand genommen.“

Sonntag, 18. November 1956: Dekanats-Herbstdelegiertentagung in Eyll

Im Lokal Derks, durch St. Antonius-Bruderschaft Eyll.

Ohne Datum: Christkönigsfest

Erwähnt wird, dass die übliche Abendversammlung der drei Bruderschaften wegen der Kommunalwahl (28.10.1956) nicht stattfand.

Quelle: Protokollbuch der Bruderschaft von 1955 – 1968.

Zusammengefasst durch Ulrich Neffe.

Geschichte 1955

Sonntag 23. Januar 1955: Patronatsfest

Auch dieses startete unter reger Teilnahme mit Gottesdienst und gemeinsamen Frühstück. Die Jahreshauptversammlung schloss sich an.

Begrüßt durch den Vorsitzenden Reinhard Peuten wurden neben dem Präses der Ehrenvorsitzende Johannes Ackermanns und die Ehrenmitglieder Karl Ibes und Mathias Kleinmanns. Dann gab es Geschäfts- und Kassenbericht und offensichtlich auch die Kassenprüfung. Kassierer Willy Winkels erhielt Entlastung.

Zur Vorstandswahl wurde als Versammlungsleiter Präses Pfarrer Lingnau gewählt. Die Wahl erfolgte öffentlich, der 1. Vorsitzende Reinhard Peuten wurde einstimmig wieder gewählt. Der 2. Wahlgang betraf in einem Rutsch alle anderen Vorstandsmitglieder, auch einstimmig. Dann mussten auch noch Vertrauensleute für verschieden Bezirke bestimmt werden, dies wurden Franz van Koll, Martin Bonge und Alfred Scholten.

Thema dann war das Schützenfest. Soll auch 1955 oder erst 1958 (550 Jahre) das nächste Schützenfest stattfinden? Einstimmig wurde 1955 bestimmt. Dem Schützenkönig soll in Zukunft eine Unterstützung von 500 DM ausgezahlt werden. Dies wurde bei allen Schützenbrüdern bei der vierteljährlichen Beitragszahlung entrichtet.

Das Vogelschießen soll 8 oder 14 Tage vor dem Schützenfest stattfinden, vorher soll eine Generalversammlung abgehalten werden.

Unter „Verschiedenes“ wurde beschlossen, „zu Gunsten der beschädigten Kirchenfenster ein Fußballspiel zwischen den St. Sebastianus und Paulus-Schützenbrüdern zu veranstalten.“ Es stellten sich genügend Schützenbrüder zur Verfügung.

Dann bekamen die Fahnenoffiziere Gerhard van Treek und Heinz Schöpkens den Fahnenschwenkerorden.

Am Abend gab es den traditionellen Familienabend im Saale Wwe Heinrich Thoeren. Hauptpunkt war die Ehrung mehrerer Jubilare. Besonders wurde der stets opferbereite Ehrenvorsitzende Johannes Ackermanns hervorgehoben, er erhielt den Brudermeisterorden der historischen Bruderschaften. Die silberne Schützennadel erhielten: Joh. Ackermanns, August Bonge, Jakob Helmings, Franz Heyrichs, Jakob Houken, Karl Ibes, Peter Ketjens, Math. Kleinmanns, Hermann Lemmen, Albert Lucaßen, Josef Mathes, Karl Neyenburgs, Heinrich Oli, Peter Olislagers, Heinrich Tillmanns, Josef Tillmanns, Willi Schöpkens, Gerh. van Treeck, Willi Winkels und August Wischer.

Es schloss sich ein humoristischer Abend mit Tanz unter Leitung des Festausschussvorsitzenden Gerdi Wagner an.

Samstag, 23. April 1955: Vorstandssitzung

Schwerpunkt war die Planung des Fußballspieles. Die soll stattfinden am 15. Mai, die Eintrittskarten werden durch Vorstand und Offizierskorps in persönlichen Besuchen verkauft.

Fritz Tillmanns hatt 25-jähriges Geschäftsjubiläum, die Bruderschaft hatte gratuliert. Bei der VS-Sitzung gab es daraufhin einen Umtrunk.

Sonntag, 15. Mai 1955: Fußballspiel

Bei schönem Wetter und gutem Besuch fand das Spiel statt. Gewonnen haben die jungen „St. Paulianer“. Das finanzielle Ergebnis: Einnahmen 541,90 DM, Ausgaben 96,90 DM, Ergebnis 445 DM zu Gunsten der beschädigten Kirchenfenster.

Ohne Datum: Erwähnt wurde, dass am Bundesschießen, Bundesschützenfest und anderen Veranstaltungen nicht teilgenommen wurde. Die Wirtin Wwe. Kaiser verpachtete ihr Lokal an Frau Wwe. van Vorst.

Samstag, 23. Juli 1955: Vorstandssitzung zur Vorbereitung des Schützenfestes

Am 7.8. soll eine Generalversammlung einberufen werden.

Mittwoch, 27. Juli 1955: Bericht vom Diözesan-Delegierentag in Kevelaer

Sonntag, 07. August 1955: Generalversammlung zur Vorbereitung des Schützenfestes

Vogelschießen findet am 21.8., das Schützenfest am Kirmesmontag 5.9. statt. Als Gastwirt wurde Franz Steckelbruck bestimmt. Der Vorstand soll bzgl. der Unkosten mit dem Wirt verhandeln.

Der Präses Pfarrer Lingnau dankte für die Geldzuwendung aus dem Fußballspiel, und wies auf das Eintreffen der Rosenkranzkönigin von Fatima hin.

Sonntag, 21. August 1955: Vogelschießen

Treff war um 14:15 Uhr am Vereinslokal. Von dort ging es unter Marschmusik zum König Hermann der I. Dort gab es Umtrunk, Abschreiten der Front und Fahnenschwenken „des Fahnenoffiziers der St. Paulus Bruderschaft Heinz Schöpkens“.

Auf der Schießwiese hieß es „Helm ab zum Gebet“, anschließend gab der Präses den Ehrenschuss ab. Über das Preisschießen wird zwar berichtet, aber nicht, wer die Preise errang.

Auf den Königsschuss gab es viele Interessenten, erfolgreich war der Major Paul Büns. Der Schützenzug ging erst zu ihm zum Umtrunk, dann  zum Festlokal. Nach der Proklamation wurden durch König Paul I. wurden Reinhard Peuten und Hans Bloemers zu Ministern ernannt.

Ohne Datum: „Im Verlauf der letzten Vorbereitungen für das Schützenfest wurde die Bruderschaft überrascht durch ein Schreiben des Schützenbruders Reinhard Pauten vom 24.8.1955. In genanntem Schreiben legte er seinen Posten als I. Vorsitzender sowohl auch als Minister ohne nähere Angaben von Gründen nieder.“

Am gleichen Abend gab es eine gut besuchte Vorstandssitzung. Im Ergebnis gab König Paul I. bekannt: Minister sind Math. Dammertz und Hans Bloemers. Königin wurde Frl. Ruth Kempkes aus Krefeld. Hofdamen wurden Frl. Franziska Weyers aus Straelen und Frl. Änne Winkels. Neuer Major wurde Werner Piepers, sein Adjudant Ernst Seyen, Fahnenoffizier Herbert Croonenbroeck.

Sonntag, 04. September 1955: Schützenfest 1. Tag

Angetreten wurde um 09:30 Uhr am Vereinslokal, dann ging es zum Festgottesdienst. Danach gab es die Kranzniederlegung in der Gedächtniskapelle, die nahm Ehrenmitglied Karl Ibes vor. Das anschließende Fahnenschwenken erfolgte durch Jakob Koppers von der St. Antonius-Bruderschaft Rahm und Heinz Schöpkens von der St. Paulusbruderschaft. Beim Zug zum Festlokal nahmen auch die St. Antonius-Bruderschaft Rahm und die St. Hubertus-Bruderschaft Eyll teil. Es folgte der Frühschoppen. Der Festwirt ließ eine herrlich gearbeitete Königsplakette zur Erinnerung an seinen vermisste Sohn Franz Steckelbruck überreichen.

Am Abend gab es noch einen traditionellen Zapfenstreich.

Montag, 05. September 1955: Eigentliches Schützenfest

Antreten um 14:30 Uhr

Zug zum König, Umtrunk

Zug zur Unterkunft der Königin im Hause Willi Winkels, Umtrunk

Abschreiten der Front durch den Hofstaat, Festausschuss und Vorstand, Fahnenschwenken durch Heinz Schöpkens.

Festumzug: König und Gefolge fuhren im reich geschmückten Prunkwagen, die Ehrenmitglieder und der Festausschuss wurden in zahlreichen Personenwagen transportiert. Der Zug ging durch die reich geschmückten Straßen, auf dem Brühl gab es die Parade. Dann ging es zum Festlokal

Königsgalaball. Ehrenmitglied Math. Kleinmanns hielt die Begrüßungsrede. Auch Präses Pfarrer Lingnau hielt eine Rede. Das Fest fand in bester Stimmung statt, gleiches gilt für den Königstanz.

Kirmesdonnerstag, 08. September 1955: Verbrennen des Kirmesmännchens

Mittwoch, 28. September 1955: Vorstandssitzung zur Fatima-Feier und Christkönigsfest.

Samstag, 09. und Sonntag 10. Oktober 1955: Fatima-Fest

Die Statue wurde an der Pfarrgrenze Bons-Faets in Stenden am Samstagabend abgeholt und in einer Lichterprozession zur Pfarrkirche gebracht. Alle drei Bruderschaften waren dabei und wachten die ganze Nacht. Am Sonntag wurde die Statue an die Pfarrgrenze Hartefeld gebracht.

Sonntag, 30. Oktober 1955: Christkönigsfest

Wie in den vergangenen Jahren: Feierliches Hochamt mit gemeinsamer Kommunion. Abends fand eine Festandacht im Gasthof Wolters mit allen  Bruderschaften statt. Zwei Festvorträge gab es durch Diözesanpräses Kaplan Rogmanns. Dann wurde es ein froher Abend.

Mittwoch 21. Dezember 1955: Vorstandssitzung zur Vorbereitung Patronatsfest, Generalversammlung (15.1.) und Familienabend (22.1.)

Die Bruderschaft hat im Jahre 1955 an folgenden kirchlichen festen teilgenommen:

  • Kinder-Erstkommunion
  • Fronleichnam
  • Peter und Paul
  • Prozession nach Kevelaer
  • Fatima-Feier
  • Christkönigsfest
  • Schlussfeier des 40-sündigen Gebetes

Weltliche Veranstaltungen

  • Generalversammlung und Familienfeier
  • Fussballspiel zu Gunsten der Kirchenfester
  • Schützenfest
  • Christkönigsfest: Gemeinschaftliche Versammlung aller Bruderschaften der Kirchengemeinde Aldekerk
  • Volkstrauertag

Quelle: Protokollbuch der Bruderschaft von 1955 – 1968. Ab 1955 gibt es einen neuen Protokollführer.

Zusammengefasst durch Ulrich Neffe.