Patronatstage

Patronatstage sind die eigentliche Jahreshauptversammlung, umringt mit anderen Aktivitäten.

Der Termin dieser Mitgliederversammung der St. Sebastianus- und St. Paulus-Bruderschaft richtet sich nach diesen Heiligen. Getagt wird an einem Sonntag zwischen

  • 20. Januar: Namenstag des Heiligen Sebastianus
  • 25. Januar: Tag der Bekehrung des Paulus. Saulus wurde zu Paulus bekehrt

Begonnen wird immer mit einer Messe. Anschließend treffen sich die Schützenbrüder zu einem gemeinsamen Frühstück im Vereinslokal. Das gibt es seit Anfang der 50-er Jahre.

Dem folgt die Jahreshauptversammlung mit Berichten, Wahlen und vielen sonstigen Informationen und Abstimmungen. Anschließend gibt es Gelegenheit zu Gesprächen, Klatsch und Tratsch.

Bis in die 50-er Jahre folgte am Abend ein Familientanzabend. Der war gleichzeitig die Karnevalsveranstaltung der Bruderschaft. Büttenreden wurden gehalten. Vereinzelt wurde beides auch getrennt.

Der folgenden Montag dient einerseits dem Gedenken der im letzten Jahr verstorbenen Bruderschaftsmitglieder. Dazu gibt es einen Gottesdienst und Besuch der Gräber dieser Personen. Dies hat Pastor Willmsen in den 70-er Jahren eingeführt.

Dem folgt andererseits das gemütliche Beisammensein, seit 1960 unter dem Begriff Poggekopp-Essen. Im Mittelpunkt stehen danach Spiele, Vorträge und Gespräche. Irgendwann wird die Gaststätte gewechselt, um auch im Dorf in Erscheinung zu treten.

Schützenzelt

Das Bruderschaftsleben fand üblicherweise im Vereinslokal statt. Allerdings gab es auch immer wieder ein Zelt, das aufgestellt wurde. Nach Bericht der Senioren* in der Bruderschaft im Gespräch am 14.11.2018 war Anfangs das Zelt zu großen Schützenfesten errichtet. Erste Erinnerungen gab es an das Zelt im Jubeljahr 1958.

Später gab es keinen geeigneten Saal mehr, so dass die Schützenfeste regelmäßig im Zelt stattfanden.

Das Zelt hatte im Laufe der Zeit verschiedene Standorte. Neben dem großen Markt wurden folgende Standorte erwähnt:

  • Hinter der alten Schule (jetzt Parkplatz hinter der Volksbank)
  • Nelkenweg, jetzt bebaut
  • Hubertusstraße, jetzt bebaut Hermans Mühle
  • Hubertusstraße, hinter der Bahn, ggü. der Warengenossenschaft
  • zuletzt Kempener Straße. Hier hat die Gemeinde Kerken einen Wohnmobilstellplatz errichtet, der den Bruderschaften zur Errichtung des Festzeltes zur Verfügung gestellt wird.

 

* Senioren waren im Gespräch Erwin Bollen, Peter Niederholz und Heinz Schöpkens

Bedeutung der Fahnen für die Bruderschaft

Im Leben der Aldekerker Bruderschaft spielen Fahnen eine erhebliche Bedeutung. Sie dienen der Repräsentanz, als optisches Erkennungszeichen der Bruderschaft, und natürlich zum Fahnenschwenken.

Die Aldekerker Bruderschaft besitzt zz 8 Fahnen. Älteste Fahne ist die Agatha-Fahne, die restauriert im Vereinslokal ausgestellt ist. 2 weitere alte Fahnen werden ausschließlich aufbewahrt, ihre Nutzung würde sie zerstören. Eine davon stammt aus dem Jahre 1885 und ist Fahne der St. Sebastianus-Bruderschaft zu Aldekerk.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Aldekerk neben den bekannten St. Paulus- und St. Sebastianus-Bruderschaften noch die St. Agatha- und St. Josef-Bruderschaft, alle aktiv (Früher gab es noch mehr Bruderschaften, sie wurden aber vermutlich im Rahmen der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts verboten). Nach Auskunft der Senioren* in der Bruderschaft haben die Fahnen eine hohe Bedeutung für die Bruderschaft. Von der St. Josef-Fahne konnte nur noch der Knauf gerettet werden, er schmückt heute eine der neueren Schwenkfahnen.

1 Fahne dient der Repräsentanz, z.B. zu kirchlichen Ereignissen. Sie wird häufig genutzt.

4 Fahnen sind Schwenkfahnen. Sie dienen den Fahnenschwenkern insbesondere im Rahmen von Schützenfesten. Dort werden sie zum Fahnenwalzer (nach Rheinischer Art) rhythmisch geschwenkt. Es gibt übrigens mindestens zwei verschiedene Fahnenwalzer. Den hiesigen Fahnenwalzer können vermutlich alle Musikvereine und Trommlerkorps am Niederrhein spielen.

In den 50-er Jahren, so die Senioren* der Bruderschaft, als das Bruderschaftsleben nach dem Krieg wieder aktiviert wurde, setzte sich der o.a . Fahnenwalzer durch. Heinz Schöpkens mit seinen Mitstreitern Kleinmanns und Ingenhaag hatte großen Anteil daran. Sie schafften einheitliche Richtlinien und bildeten lange Jahre die Fahnenschwenker des hiesigen Bezirkes aus.

Fahnenschwenken bildet die Fesselung und Entfesselung des Hl. St. Sebastianus dar.

* Die Senioren berichteten in einem Gespräch am 14.11.2018. Senioren sind hierbei Erwin Bollen, Peter Niederholz und Heinz Schöpkens.

 

Mitglieder 2008


Anlässlich des Jubiläums-Schützenfestes 2008 waren alle Mitglieder eingeladen, im Pfarrgarten Aldekerk zu einem Gesamtbild zu erscheinen. Viele Mitglieder sind der Einladung gefolgt:

Von links:
Untere Reihe: Georg Grandjean, Hans Bloemers, Hasso Stolzenberg, Paul-Theo Stockhausen, Klemens Piepers, Präses Pastor Wolfgang Spindelmann, Paul Büns, Hans Pinkall, Theo Mündelein, Jürgen Kaeten, Josef Wiene
2. Reihe: Erwin Bollen, Philipp Kox, Patrick Kox, Manfred Gerlings, Hans Floter, Hans Friedrich, Rainer Priefert, Karl Molderings, Paul Kühn, Horst Frücht, Martin Helmings, Dennis Stockhausen, Can Greven
3. Reihe: Kurt Cardinal, Hermann-Josef Stockhausen, Hermann Neeven, Peter Kox, Richard Küppers, Pauf Hufschmidt, Andreas Litjens, Karlheinz Helmings, Wolfgang Tolls, Willi Wienen, Theo Peschers, Ulrich Neffe, Peter Niederholz, Friedhelm Schöpkens
4. Reihe: Franz-Jakob Helmings, Markus Heckes, Klaus Stockhausen, Willi Heckes, Gerd Clancett, Heinz Menzel, Bernhard Post, Peter Cuypers, Reimund Röös, Ferdinand Pree, Hans-Gerd Michelkens
Obere Reihe: Dirk Mieske, Frank Mieske, Ulf Rebell, Uwe Priefert, Dietmar Gaelings, Hans Boßer, Gerd Boysen, Stefan Külkens, Steffen Janssen